Energiestadt

Sanierung Schulhaus Egg Private Solaranlagen

Energiestadt ist ein Programm von EnergieSchweiz und ein Paradebeispiel dafür, wie mit verantwortungsvollem Handeln die Lebensqualität gesteigert und das Klima geschont wird. Das Label ist Auszeichnung für eine konsequente und ergebnisorientierte Energiepolitik der Gemeinde. Frenkendorf ist seit 2003 Energiestadt. Im Jahre 2008 hat Frenkendorf die erste Label-Überprüfung bestanden. Dabei wurden 54 % der maximal möglichen Punkte erreicht. Im Vergleich mit anderen Energiestädten ist Frenkendorf damit in der zweiten Ranglistenhälfte zu finden (Rangliste auf Energiestadt Schweiz). Eine Zusammenfassung der bisherigen Frenkendörfer Energie-Aktivitäten ist im Energiestadt-Zwischenbericht 2012 zu finden sowie im Portrait Energiestadt.

Förderbeiträge für Solaranlagen und Erdsondenwärmepumpen

Zu den Highlights der Energiestadt-Massnahmen gehört das kommunale «Förderreglement» (Reglement über die Gewährung von Investitionsbeiträgen an erneuerbare Energieträger). Die neue Fassung ist ab 1.1.2013 gültig. Damit können jährlich 35'000 Franken Beiträge an thermische und elektrische Solaranlagen sowie Erdsondenwärmepumpen bei Umbauten ausbezahlt werden. Zusätzlich unterstützen auch der Kanton Basel-Landschaft und die EBL diese und weitere Anlagen oder Massnahmen. Umfassende Angaben zu diesen Beiträgen sind unter Energie Baselland und EBL-Energieberatung zu finden.

Solarboom 2012 in Frenkendorf

Im Jahr 2012 gingen in Frenkendorf rund 50 neue Photovoltaik-Anlagen mit rund 290 kWp Leistung ans Netz. Damit werden jährlich rund 260'000 kWh erneuerbarer Strom produziert. Der Preiszerfall der PV-Anlagen, namhafte Beiträge von EBL und der Gemeinde Frenkendorf sowie der Fukushima-Effekt waren die Hauptgründe für diesen Solarboom. In Frenkendorf sind Ende 2012 pro Einwohner fast doppelt so viel PV-Leistung am Netz wie im schweizerischen Durchschnitt.

Energiestadt-Rezertifizierung

Im vergangenen Jahr wurden unsere bisherigen Energiestadt-Leistungen von einer externen Kommission umfassend überprüft und bewertet. Beim Re-Audit zählen aber nicht nur die bisherigen Leistungen, auch die Zielsetzungen und der Aktionsplan für die kommenden 4 Jahre sind von grosser Bedeutung.

Daher fand bereits im vergangenen Frühling ein Workshop unter Leitung von Gemeinderat Urs Kaufmann und unseren Energiestadt-Beratern statt. Rund 20 Teilnehmer/innen entwarfen dabei Ideen und Vorschläge für unsere künftigen Energiestadt-Aktivitäten. Durch die aktuelle Finanzlage der Gemeinde Frenkendorf mussten zwar einige Ziele vom Gemeinderat als zu ehrgeizig zurückgewiesen werden, grundsätzlich soll aber am Energiestadt-Label und einer weiterhin effizienten und nachhaltigen Energienutzung und –versorgung festgehalten werden.

Bei den nun vorgeschlagenen und vom Gemeinderat genehmigten Zielsetzungen nimmt die Vorbildwirkung der Gemeinde und die Zusammenarbeit mit anderen Akteuren eine wichtige Rolle ein. Aus allen sechs Energiestadt-Themenbereichen sollen folgende Ziele speziell hervorgehoben werden:

· Die bisher noch fossil beheizten Gebäude der Schulanlage Egg und dem Gemeindezentrum Bächliacker sollen mittelfristig auf eine möglichst erneuerbare Wärmeversorgung umgestellt werden.

· Untersuchungen und Erfahrungen in vielen Gemeinden zeigen, dass die Umstellung der Strassenbeleuchtung auf die LED-Technik wirtschaftlich ist (etwas höhere Investitionen, dafür deutlich tiefere Betriebs- und Unterhaltskosten). Eine entsprechende Umrüststrategie wird ausgearbeitet und dem Gemeinderat zum Beschluss vorgelegt.

· Die Nutzung der Sonnenenergie (Photovoltaik und Sonnenkollektoren) soll durch eine aktive Förderung in Frenkendorf hochgehalten werden. Das Förder-Reglement der Gemeinde und die Einflussmöglichkeiten im Rahmen von Baubewilligungen sind hier wichtige Treiber.

· Die Grünstrom-Strategie der EBL wird von der Gemeinde Frenkendorf unterstützt, um so den regionalen Umstieg zur erneuerbaren Elektrizitätsversorgung zu verstärken.

Um die Zielsetzungen etwas konkreter zu gestalten, wurde ein entsprechender Aktionsplan 2013 – 2017 ausgearbeitet.

Weitere Informationen zu den Energiestadt-Aktivitäten erhalten Sie von unserem Leiter Hochbau René Wyder, +41 61 906 10 54 oder vom zuständigen Gemeinderat Urs Kaufmann, +41 61 927 42 67.

Energiesparrechner – ermitteln Sie Ihre Energiesparpotenziale

 
http://www.baufördergelder.ch/energiesparrechner