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Garten

Gebietsfremde Pflanzenarten

Die invasiven (eindringenden) gebietsfremden Pflanzen (Neophyten) haben sich in den letzten Jahren auch in der Schweiz als Gefahr für die einheimische Flora bestätigt. Info Flora, das nationale Daten- und Informationszentrum der Schweizer Flora, stellt auf ihrer Webseite neben Listen mit Neophyten, die in der Schweiz als invasiv oder potentiell invasiv gelten bzw. auf der Schwarzen Liste und der Beobachtungsliste vermerkt sind, auch Merkblätter mit Bekämpfungs- und Entsorgungsinformationen zu den einzelnen Pflanzen zur Verfügung. 

Um die weitere Verbreitung aus dem Siedlungsgebiet in die umliegende Natur zu unterbinden, empfiehlt es sich, diese Problempflanzen aus Gärten zu entfernen. Allgemein gilt: 

  • Keine Exoten sondern einheimische Arten pflanzen, die unseren Schmetterlingen, Wildbienen, Vögeln und weiteren Kleintieren Nahrung und Lebensraum bieten. 
  • Ausbreitung von invasiven Pflanzen über den eigenen Garten hinaus vermeiden: kleine Bestände entfernen, ansonsten Problempflanzen nicht absamen lassen, sondern Blütenstände vor der Samenreife abschneiden.
  • Pflanzenmaterial von invasiven Neophyten im Kehricht entsorgen, nur Bestandteile kompostieren, die nicht vermehrungsfähig sind, nicht liegen lassen oder fremd deponieren (Gefahr des Versamens). 

Broschüren und Merkblätter 

In folgenden Broschüren und Merkblättern der Bau- und Umweltschutzdirektion des Kanton Basel-Landschaft und der Arbeitsgruppe Gebietsfremde Invasive Neobiota (AGIN) und sind weitere Informationen über invasive gebietsfremde Organismen zu finden: 

Die Infoblätter zu den invasiven gebietsfremden Pflanzenarten enthalten eine Artbeschreibung mit möglichen Verwechslungen sowie Informationen zu: Standorten, Verbreitung, Gefahren, Vorbeugung und Bekämpfung, Kontaktadressen für Meldung und Beratung, Angaben zu Fachliteratur und Internet-Adressen. 

Folgende Arten sind auch aus Frenkendorf bekannt: 

Bilder: D. Müller Brodmann. Goldrute
Sommerflieder
Essigbäume

Sie haben invasive Pflanzenarten entdeckt und möchten diese melden? Nutzen Sie die neue «InvasivApp» von Info Flora. Eine Anleitung finden Sie auf der Neobiota-Webseite des Kantons Basel-Landschaft

 

Feuerbrandbekämpfung - Feuerbrand im Hausgarten?

Feuerbrand ist eine gefährliche, meldepflichtige Pfanzenkrankheit, die durch Bakterien verursacht wird. Wild- und Ziergehölze tragen als Infektionsquellen wesentlich zur Ausbreitung der Krankheit bei. Für Cotoneaster (Zwergmispeln), Photinia davidiana (Lorbeermispel) und Photinia nussia (Glanzmispel) besteht seit 1. Mai 2002 eine schweizerische Verordnung, welche Produktion und Inverkehrbringen verbietet.

Meldepflicht

Die Baselbieter-Gemeinden haben die Aufgabe, die Bevölkerung über die meldepflichtige Krankheit Feuerbrand im Kernobst in den Wild- und Ziergehölzen zu informieren. Sie nehmen Meldungen von der Bevölkerung entgegen und klären ab, ob es sich um einen Feuerbrandfall handeln könnte. Die bestätigten Feuerbrandfälle sowie Standorte mit unsicheren Krankheitsbildern sind durch die Gemeinde an das Landwirtschaftliche Zentrum Ebenrain in Sissach zu melden. Die Volkswirtschafts- und Gesundheitsdirektion des Kanton Basel-Landschaft stellt Informationen bezüglich des eigenen Gartens aber auch über mögliche Verwechslungsgefahren zur Verfügung.

Buchsbaumzünsler zerfrisst Buchsbäume

Ein neuer Schädling bedroht den Buchsbaum in Hausgärten und öffentlichen Parkanlagen. Die Raupe des Buchsbaumzünslers frisst nicht nur die Blätter der Zierpflanze, sondern nagt auch die Rinde ab. Das kann selbst große Buchsbäume zum Absterben bringen.

Der Buchsbaumzünsler, den Biologen Diaphania perspectalis nennen, ist erst vor wenigen Jahren aus Ostasien nach Europa eingeschleppt worden. Die gelb-grün-schwarz-gestreiften Raupen können bis zu fünf Zentimeter lang werden und beginnen schon im zeitigen Frühjahr mit ihrem Fraß. Ist die Zierpflanze befallen, muss schnell gehandelt werden, da sich der Schädling rasch vermehrt, zwei bis drei Generationen im Jahr bildet und den Buchsbaum in kurzer Zeit kahlfressen kann. Die Raupe frisst, sobald sie die Blätter vollständig vernichtet hat, auch die grüne Rinde um die Zweige herum, bis sie schliesslich das Holz erreicht. Alle Teile über diesen Frassstellen sterben ab. Typisch für die Raupen des Buchsbaumzünslers ist die Bildung von dichten Gespinsten.

Eine Bekämpfung des Buchsbaumzünslers ist nicht einfach. Die Tiere fressen von innen nach aussen, sodass die Pflanze häufig schon zerstört ist, bevor der Schaden an den äußeren Blättern sichtbar wird. Bei grossen und dicht belaubten Buchsbaumpflanzen ist es zudem schwierig, den inneren Bereich zu benetzen. Durch dichte Gespinste bilden sich die Raupen zusätzlich einen Schutz. Daher sind die Raupen mit Pflanzenschutzmitteln nur schwer zu erfassen.

Als Bekämpfungsmaßnahme für den Haus- und Kleingarten wird zunächst ein Absammeln der Raupen, das Herausschneiden der Gespinste und Befallsnester und die Entsorgung über den Restmüll empfohlen.

In folgendem Merkblatt finden Sie alle wichtigen Informationen zum Buchsbaumzünsler.