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Umsetzung Sofortmassnahmen

Auf Empfehlung des Ingenieurbüros und der «Begleitkommission Hochwasser» hat der Gemeinderat am 27. März 2017 beschlossen, folgende Massnahmen umgehend umzusetzen:

  • Im Gebiet Schindelackerstrasse/Madlenweg, im Aspgraben und beim Rüttimattweg/Lindenstrasse werden Verbesserungen für die Ableitung des anfallenden Hangwassers vorgenommen.
  • Hangwasser Risch/Aspgraben/Rösernstrasse: Entlang dem vorderen Teil des Unteren Rischwegs sind Retensionsmassnahmen (Rückhaltung des Wassers) geplant. Die konkrete Ausführung dieser geplanten Massnahme ist noch offen.
  • Im Dorfzentrum wird entlang dem Dröschenschopfwegli, zum Schutz der angrenzenden Liegenschaften, eine Mauer aus Winkelplatten erstellt.
  • Den von der Lage ihrer Liegenschaft her speziell betroffenen Grundeigentümerinnen und Grundeigentümern wird für eigene bauliche Massnahmen ein Beitrag entrichtet. Dies gilt für Massnahmen, welche über die normale Gartengestaltung oder Gebäudesicherung hinausgehen. Begründete und dokumentierte Beitragsgesuche sind an den Gemeinderat, 4402 Frenkendorf, zu richten.

Die grösste Herausforderung ist und bleibt die Ableitung im Dorfzentrum, im Gebiet zwischen Schmitteplatz und Hofmatt. Eine mögliche provisorische Sofortmassnahme - mit einer teilweise offenen Ableitungsrinne - wurde den Grundeigentümerinnen und Grundeigentümern an einer Informationsveranstaltung im Februar vorgestellt. Die Betroffenen tendierten dabei eher zu einer geschlossenen Röhrenlösung, die allerdings weitaus komplexer und nicht umgehend umgesetzt werden könnte. Offen ist zudem noch, ob das Wasser beim Einlaufbauwerk Schmitteplatz überhaupt in genügender Kapazität in das Rohr eingeleitet werden könnte, sowie die Kreuzung mit der bestehenden Bachdole. Die Begleitkommission hat deshalb empfohlen, den Grundeigentümerinnen und Grundeigentümern die ursprüngliche Sofortmassnahme nochmals anzubieten. Die Beeinträchtigungen der privaten Gärten könnten mit der Umsetzung einer umfassenden und definitiven Lösung wieder rückgebaut werden. Der Gemeinderat hat diesem Vorgehen zugestimmt. Mit den betroffenen Grundeigentümerinnen und Grundeigentümern wurden bereits erste Gespräche dazu geführt.

Ebenfalls geprüft wurde die Vergrösserung eines Abschnitts der alten Eindolung auf einer Länge von rund 40 m auf Parzelle 693. Dies würde zwar eine Verbesserung der Hydraulik von ca. 3 m3/s auf ca. 3.5-4 m3/s bringen. Diese zusätzliche Kapazität reicht bei weitem nicht aus, um ein Ereignis wie am 8. Juni 2016 abdecken zu können. An diesem Tag lagen die Abflussspitzen zwischen 5.5 und 7.5 m3/s. Die zu erwartenden Schäden könnten in etwa gleich gross sein. Die geschätzten Kosten für diese Anpassung belaufen sich auf rund CHF 130'000.00. Begleitkommission und Gemeinderat haben diese Massnahme abgelehnt.

Die Umsetzung der genehmigten Massnahmen hat am 3. April im Rüttimattweg gestartet. Die betroffenen Anwohnerinnen und Anwohner wurden resp. werden jeweils vorgängig informiert. Das Ingenieurbüro wird an den definitiven Massnahmen weiterarbeiten und dieses Konzept bis Ende April 2017 dem Gemeinderat abgeben. Die Begleitkommission Hochwasser wird ebenfalls Ende April zu ihrer dritten Besprechung zusammenkommen.
 

Dokumentation Jauslin Stebler

Die Dokumentation «Sofortmassnahmen Schmitteplatz und Hofmatt» [pdf, 2.4 MB] gibt Auskunft über:

  • Rückblick auf das Hochwasserereignis vom 08.06.2016
  • Rückblick auf die Präsentation vom 23.02.2017
  • Arbeiten seit dem 23.02.2017
  • Vorstellung neu geplante Sofortmassnahme Zentrum
  • Geplante Objektschutzmassnahmen
  • Weiteres Vorgehen